Die German ATP Challenger und Tennis-Point gehen Partnerschaft ein

Nach langer Zugehörigkeit zur German Masters Series (GMS)machen sich die acht deutschen Challenger auf den Weg, ihre Vermarktung eigenständig und gemeinsam zu betreiben. Auf der Turnierveranstalter Tagung des Deutschen Tennis Bundes wurde in der Ressort Sitzung der Serie, die Weichen für eine hoffentlich erfolgreiche Zukunft gestellt. Der Name wird ab sofort „German ATP Challenger“ lauten. Der Sprecher dieser Serie und Turniermanager der Marburg Open, Heiko Hampl, konnte im Kreise und mit Hilfe seiner Kollegen den Sportdirektor des DTB, Klaus Eberhard, überzeugen, dass die Vermarktung von nun an in den Händen der Veranstalter liegen solle. Peter Zimmermann, der viele Jahre die Challenger als Sprecher begleitete, liefert folgende Begründung zur Eigenständigkeit: „ Da mit dem Sportartikelhersteller Head der bisherige Namens- und Ballsponsor der GMS nach sechs erfolgreichen Jahren sein Engagement nicht mehr weiter führt, war dieser Schritt aus Sicht der German ATP Challenger nur logisch und konsequent.“ Und der Schritt hat sich aus Sicht der Turnierveranstalter gelohnt. Denn mit der Tennis-Point GmbH, Deutschlands größtem Tennis Online Shop Betreiber, konnte ein Partner in Form eines Presenting Sponsors gefunden werden. Hampl zeigt sich daher sehr erfreut und sagt: „Die Gespräche mit Tennis-Point verliefen  harmonisch, konstruktiv und zielführend. Man muss ja ein bisschen verrückt und tennisbesessen sein, um ein Turnier dieser Größenordnung auszurichten. Mit Tennis-Point haben wir einen Partner, der uns versteht, weil er aus dem Sport kommt und Tennis genauso lebt und liebt wie wir."

 

Das Marketing steht zunächst im Vordergrund der Partnerschaft

 

Zu den Leistungen kann er folgendes vermelden: „Die Turniere erhalten unter anderem Shirts und Hoodys für Ballkinder und Linienrichter. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf dem Marketing. Wir werden rund 150.000 Flyer über Paketbeilagen verteilt bekommen, im Newsletter vertreten sein und über den Blog von www.tennis-point.de und dem Facebook-Auftritt wird unsere  Seite www.tennis-tour.de gepusht. So werden wir unser Thema über das ganze Jahr transportieren können, was gerade zum Start der German ATP Challenger von großer Bedeutung ist, wenn es darum geht sich einen Namen zu machen und bei der Sport-Industrie einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erreichen. Und wie es sich für eine spannende, neue Partnerschaft gehört, stecken noch ein paar Pfeile im Köcher.“

 

Große und Kleine machen gemeinsame Sache

 

Harald Tenzer, der Inhaber der Agentur Brunswiek Marketing, hätte sich etwas mehr Zeit gewünscht, um einen Titelsponsor für 2014 gewinnen zu können, glaubt aber auch an die gemeinsame Sache und sagt:  „Das ist ein richtig guter Start für die German ATP Challenger. Es zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind“. Tenzer zeichnet verantwortlich für die Sparkassen Open in Braunschweig, dotiert mit 106.50 Euro + Hospitality und stellt sich genauso gerne in den Dienst der kleineren Challenger wie sein Kollege Uli Eimüllner aus Heilbronn, dessen Intersport Heilbronn Open genauso hoch dotiert sind. Damit gehören diese beiden Veranstaltungen weltweit zu den Top 5 der Challenger Serie der ATP. Marc Raffel hat „seinen“ Maserati Challenger in Meerbusch letztes Jahr zum ersten Mal ausgerichtet und zeigt sich sehr erfreut, dass die beiden großen Zugpferde aus Braunschweig und Heilbronn mit von der Partie sind und fügt an: „Das ist eine tolle Geste und ein gewichtiges Argument in der Vermarktung. Wir glauben alle an den Erfolg unseres Projekts und ein geschlossenes Auftreten hilft natürlich ungemein. Ich war mit Heiko zu den Verhandlungen bei Tennis-Point und habe das Gefühl, dass wir gut zueinander passen. Die Chemie stimmt und das Leistungspaket für 2014 auch“. Hans Herrmann startete den Oberstaufen Cup noch in den Zeiten als Tennisvereine problemlos Mitglieder gewannen und Sponsoren Schlange standen. Hermann weiß daher um die aktuellen Schwierigkeiten neue Partner zu finden für Turnierserien und sagt: „Es ist für uns eine Art Neuanfang. Wir wollen den Schwung mitnehmen, ein tolles Produkt anbieten und uns als verlässlicher Partner einen guten Ruf aufbauen, um noch mehr Sponsoren zu gewinnen und die Zukunft der Challenger auf noch gesündere Füße zu stellen.

Markus Giegold und Markus Slany sehen auch durch den neuen Partner, aber insbesondere mit dem Verbund der Turniere,  gute Chancen den Bauer Watertechnology  Cup in Eckental nicht nur zu erhalten, sondern noch ausbauen zu können. „ Wir haben großes Interesse uns mit den anderen Veranstaltern auszutauschen und zusammen zu arbeiten. Man muss so viel bei der Organisation eines Turniers beachten, dass ein steter Informationsfluss unter uns einfach gewährleistet sein muss, um nicht unnötige Fehler zu begehen. Die Vermarktung ist ja nur die eine Seite. Die Vermeidung von unnötigen Kosten bzw. deren Reduzierung ist eben auch ein wichtiger Aspekt.“

 

Neulinge fühlen sich gut aufgenommen

 

Die beiden Heilbronner Mine und Metehan Cebeci werden in 2014 für ein Novum sorgen und vom 10. bis 18. Mai ein weiteres Challenger in der Stadt am Neckar ausrichten. „Wir waren dankbar für die unkomplizierte  Aufnahme in den Kreis der Veranstalter. Wir haben zwar schon deutsche Ranglistenturniere ausgerichtet, aber auf diesem Niveau spielt man doch in einer anderen Liga. Mit allen Chancen und Risiken.“ Die gute Kunde, dass sich die Risiken der finanziellen Natur eventuell mindern werden, brachte der Macher der Franken Challenge in Fürth, André Zietsman, aus London mit zurück nach Deutschland. Dort weilte er während der Barclays ATP World Tour Finals und sprach mit dem zuständigen Mitarbeiter der ATP in Sachen Live Stream. Durch einen neuen Vertrag zur Nutzung der Livestreaming Rechte mit  IMG wird die ATP den geldwerten Benefit für die rund 150 weltweit ausgetragenen Challenger erhöhen.  

Ihr abschließendes Statement geben die Veranstalter der German ATP natürlich zusammen ab: „Tennis hat die Talsohle durchschritten. Der Nachwuchs  liebt diesen Sport, was man am Zuwachs in vielen Vereinen erkennen kann. Die Veranstalter der Challenger, Future und nationalen Serien wollen mit dazu beitragen, die Attraktivität von Tennis zu erhöhen, indem sie Turniere ausrichten, die qualitativ hochwertig sind und mit viel Leidenschaft, Engagement und Emotionen überzeugen“.

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