Golubev gewinnt die Marburg Open

Am Montag gegen Mittag zeugte nur noch der Teppich auf Platz zwei und sechs davon, dass irgendetwas Außergewöhnliches auf der Anlage des TV 1965 Marburg stattgefunden haben musste. Keine 24 Stunden zuvor waren noch über 700 Menschen zu Gast, die dem Endspiel der Marburg Open, gleichzeitig die internationalen Hessischen Meisterschaften, beiwohnten. Der Kasasche Andrej Golubev holte sich souverän den Titel mit einem glatten Sieg über den Argentinier Diego Schwartzmann. So schnell wie der Abbau der mobilen Tribünen und Verkaufsstände samt Zelten von statten ging, so schnell fertigte der Gewinner der German Open am Hamburger Rothenbaum aus dem Jahre 2010 seinen sichtlich beeindruckten Kontrahenten mühelos ab. Für den 1. Vorsitzenden und Turniermanager Heiko Hampl war das Match der Höhepunkt einer besucherstarken und harmonischen Woche: „Wir hatten so viele Besucher wie noch nie bei uns zu Gast. Das Ambiente war einladend, der Sport hochklassig und die abendlichen Veranstaltungen wurden auch gut angenommen. Die Mithilfe der eigenen Mitglieder aber auch der befreundeten Vereine hat uns sehr gefreut und dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken.“ Doch nicht nur der veranstaltende TV Marburg war mit seinem Turnier zufrieden. Joanna Langhorne, die bei der ATP für die Challenger zuständig zeichnet, lobte den Ausrichter: „Die Marburg Open erscheinen als warmes, gastfreundliches, durch und durch professionelles Event, dessen involvierte Helfer in ihrer jeweiligen Rolle Experten sind und dem Turnier damit zu einem sehr hohen Standard verhelfen. Die Spieler haben die Woche sehr genossen“. Diese Worte sind Lohn für die unendlich vielen ehrenamtlichen Stunden, die in der Zeit von Aufbau, Durchführung und Abbau geleistet werden müssen. Gerade für die Ballkinder ist die körperliche Belastung sehr hoch und das gezeigte Engagement nicht selbstverständlich. Der 10jährige Felix Friederichs kam während der Turnierwoche aus Bad Homburg angereist, um den nicht immer freundlich dreinschauenden Profis die Bälle zu sammeln. Dass zwei Tage lang Dopingproben genommen wurden, entging dem wachen und pfiffigen Jungen allerdings bei aller Arbeit nicht und so musste ein Spieler schon mal auf die Frage „hast du eigentlich gedopt?“ schnell die richtige Antwort finden, um den investigativen Nachforschungen stand zu halten.

Turnierdirektor Peter Zimmermann war mit seinen Teams denn auch mehr als zufrieden und sagt: „Mir hat natürlich der Sport imponiert, der mal wieder erstklassig war und mit Andrej Golubev hat ein Spieler eines Formats gewonnen, der nicht alle Tage in Marburg aufschlagen wird. Noch mehr imponiert hat mir aber der Umgang der Helfer untereinander. Es hat so eine gute Atmosphäre geherrscht, die sich auf Zuschauer, Sponsoren, Spieler und Trainer übertragen hat. Ich bin sehr dankbar für diese Unterstützung.“

Der Hessische Tennis-Verband erschien gleich mit zwei Funktionären, um den Pokal für den internationalen Hessischen Meister zu überreichen. Präsident Dirk Hordorff und der Leiter des Ressorts Sport, Peter Becker, verliehen bei der  Siegerehrung mit ihrer Präsenz dem Turnier den entsprechenden Glanz. Geglänzt hatte eine Woche zuvor schon der ehemalige Davis-Cup Kapitän Patrik Kühnen mit seinem Einsatz während der Charity zu Gunsten der Kinderklinik Marburg. Als Heiko Hampl den Scheck in Höhe von 4375 Euro an Prof. Rolf. F Maier überreichen wollte, schritt der stets sympathisch und authentisch wirkende Vater von drei Kindern ein und rundete den Betrag auf glatte 5000 Euro aus eigener Tasche auf. Die Familie ist wichtig gerade für kranke Kinder und das familiäre Ambiente steht den Marburg Open wiederum gut zu Gesicht. So wird man beim TV Marburg weiter daran arbeiten die Marburg Open im Sinne Ihrer Gäste, Partner und Helfer auszubauen, damit sich die Tribünen wieder füllen mögen mit gut gelaunten Menschen.

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