Marburg Cup bringt viele Sieger aus den eigenen Reihen und eine große Portion Spaß

Philipp Bien: 15:0? Ich glaube, ich höre wohl nicht richtig!
Philipp Bien: 15:0? Ich glaube, ich höre wohl nicht richtig!

Turnierveranstalter Heiko Hampl zeigte sich zufrieden mit dem ersten eigenen LK Tagesturnier und sagt „mir war es wichtig eine Turnierform anzubieten, die jedem Spieler zwei Matches garantiert. Da ist das Format des Tagesturniers natürlich optimal.“ 40 Teilnehmer sahen dies genauso und haben Ihr Kommen für die zweite Auflage Ende des Monats größtenteils schon angekündigt. Auf der schönen Anlage des TV Europabad Marbach starteten zunächst die Herren 40 ihre Konkurrenz. Das B-Feld war für Peter Eric Schwab vom TC Heusenstamm eine lösbare Aufgabe. Im Endspiel gegen Sven Lohrey aus Ziegenhain setzte er sich mit 6:0 und 6:1 deutlich durch. Das A-Feld brachte als Endspiel die Partie Stefan Backhaus gegen Heiko Hampl. Zwei Matches an einem Tag zu spielen, ist anstrengend, was man den Gesichtern zum Ende des ersten Satzes ansehen konnte. Die gewohnt sichere Spielweise mit langen Topspin-Schlägen von Backhaus versuchte Hampl mit unzähligen Stopps zu unterbinden, was zunehmend besser gelang. Nach 7:5 holte er sich dann mit 6:2 auch Satz zwei. Dirk Orthwein (TV Cölbe) verlor das kleine Finale denkbar knapp im Champions Tie-Break gegen den Südtiroler Günter Steinacher mit 7:10.

 

Celina Camarda zeigte Spiel- und Wortwitz

Am Samstag kam dann der Nachwuchs zum Zuge. Die gemischte U8 Konkurrenz wurde teils in einem Tennis Wettbewerb und teils mit Vielseitigkeitsübungen ausgetragen. Celina Camarda (Bad Nauheim) zeigte mit ihren 6 Jahren schon viel Spiel- und Wortwitz. Maxim Miran (TV Marburg) verdaute die Niederlage gegen Celina dann doch recht schnell bei einem üppig geschmierten Nutella Brötchen und revanchierte sich beim Linienrollen mit präzisen Versuchen. Jasper Eley vom TV Wehrda widerlegte gleich zu Beginn die Prophezeiung seines großen Bruders Jonas, der ihm morgens zum Frühstück absolute Chancenlosigkeit attestiert hatte. Das Grinsen nach dem ersten gewonnenen Elfer über das Kleinfeldnetz passte kaum auf das Objektiv der Kamera, in die Till Hrynko (Bad Vilbel) wiederum routiniert und gewinnbringend lächelte, als ob er tags zuvor einem Mediencoaching beigewohnt hätte.

 

U10 fest in Marburger Hand

Die U10 der Mädchen war eine reine Marburger Konkurrenz, die Sophie Wieber vom TV Marburg für sich entscheiden konnte nach Siegen über Emily Justus (TV Marburg) und Sophia Justus vom TC Marburg. Gerade für diesen Nachwuchs sind Tagesturniere eine tolles Turnierformat, da bei den weit verbreiteten Turnieren mit Wertung für die deutsche Rangliste oft in der ersten Runde Schluss ist und es hohe Niederlagen setzen kann, die natürlich nicht motivierend, sondern eher frustrierend wirken. Anton Kelz heimste den nächsten Sieg für den TV Marburg in der U10 ein. Sein variables Spiel und die große Laufbereitschaft waren für Luis Hrynko aus Bad Vilbel noch nicht zu bezwingen. Fast wäre es im Endspiel zum Duell mit seinem Freund Max Grenz (TV Marburg) gekommen. Doch Max musste nach 5:1 Führung im Champions Tie-Break seinem Gegner Jakob Peters (Ober-Mörler TC) den Vortritt lassen. Das Endspiel gestaltete Anton dann mit 6:3 und 6:2 deutlich zu seinen Gunsten und Kumpel max sicherte sich Platz drei.

 

Mittelhessen hat Nachholbedarf

Die Felder der U14 zeigten, dass die Kluft zwischen Mittel- und Südhessen doch noch recht groß ist. Gerade Niklas-Lasse Hüttemann und Jonathan Vesper vom TV-Ober-Eschbach spielten großartiges Tennis. Doch im B-Feld demonstrierte Jonas Eley (TV Wehrda), dass sein Trainingsfleiß sich langsam auszahlt, als er den höher gewetteten David Sinekopov (TC Dillenburg) schlagen konnte. Julius Kelz (TV Marburg) behauptete sich im C-Feld mit Siegen über seinen Vereinskamerad Sebastian Stiebritz und Carlos Tontara (TV Weimar).

 

Duell TV - TC

Bei den U18 Junioren lieferten sich Fabian Zelder (TC Marburg) und Johannes Kelz (TV Marburg) einen heißen Kampf, den Johannes mit 6:3 und 7:6 für sich entscheiden konnte. Bemerkenswert, dass sich Bjarne Andersen in den rauhen Wind stellte, der ihm in diesem Turnier noch klare Niederlagen bescheren sollte. Aber der Anfang ist gemacht. Am Sonntag warfen die Herren ihre Fähigkeiten in die Waagschale. Philipp Bien und Robert Reimer (beide TV Marburg) zeigten tolle Ballwechsel, die vom druckvollen und letztlich erfolgreichen Spiel Biens geprägt waren und der Bereitschaft Reimers weite Wege zu gehen.

 

Nils Heuser schafft die Überraschung

Gut in Form zeigte sich auch Nils Heuser bei seinem 6:3 und 6:2 über Markus Pfaff (TC Ehringshausen), was ihm das Endspiel mit Bien einbrachte. Dort sah Heuser lange Zeit wie der sichere Verlierer aus, da die harten Grundlinienschläge seines Gegenübers ihn immer wieder zu kurz geraten ließen. 6:3 und 5:2 lag Bien vorne ehe er etwas aus dem Rhythmus kam und Heuser an Sicherheit gewann. Mit 3:6, 7:5 und 6:4 holte er sich den Titel, genauso wie Alexander Hüttner (TV Marburg) im B-Feld. Hampl gab nach Tirnierende zu Protokoll: „ Es gab wirklich guten Sport zu sehen und es freut mich, dass bei vielen Teilnehmern die Bereitschaft vorhanden ist ein Turnier zu spielen bei dem Sie nach der Papierform eigentlich nur verlieren können, außer sie nehmen jedes Match als sportliche Herausforderung an ohne auf die LK (Leistungsklasse) des Kontrahenten zu schauen, so wie Philipp Bien es zum Beispiel getan hat. Diese gute Einstellung wird jeden weiterbringen und hat für eine schöne Atmosphäre währens der Turniertage gesorgt. Ein großes Danke schön geht an Christiane Kelz und Lucia Lange, die mir bei der Verpflegung der Junioren am Samstag den Rücken frei gehalten haben“

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