Renate Zimmermann sorgt für Novum

Seit 2003 finden die Doppelkopf Vereinsmeisterschaften statt und bisher haben nur Vertreter den männlichen Spezies den Pokal in den Händen gehalten. Diese Serie fand nun ein jähes Ende durch Renates beherzten Auftritt am Samstag Abend. 18 Teilnehmer sehnten sich zu Beginn des Turniers nach Ruhm und Ehre. Doch nicht alle Erwartungen sollten sich erfüllen.
Eine lieb gewonnene Tradition ist, dass Uller Tatje die Anwesenden zu einem kleinen Amuse-Gueule einläd. Der Dank und ein mächtig schmetterndes "dem Uller sein ein Trullala (oder TrUllerla)" zauberten dem Zweitplatzierten des Abends ein Lächeln ins Gesicht. Bis auf drei Punkte hatte er sich noch an Renate genähert, doch überließ er ganz gentlemenlike der Chefin des Turnierbüros der Marburg Open den Vortritt. Ernste Gefahr den Titel noch abgeben zu müssen, kam innerfamiliär auf, als Peter Zimbo Zimmermann mittels eines Husarenritts vom Ende des Feldes nach Durchgang eins noch auf Platz drei preschte. Knapp an Bronze vorbei schlidderten Nils Heuser und Manu Klenk. Beachtlich, denn Manu verlor zweimal ein Spiel bei dem er keine 9 ansagte und Nils hat so seine ganz eigene ungewöhnliche Spielphilosophie, die weder der Gegner kennt, noch er selbst. Uli Blanke, Raimund Gönnewig und Rolf Eisenburger reihten sich auf Platz sechs bis acht ein. Die geballte Erfahrung der drei Haudegen blitzte immer wieder auf, doch reichte es nicht für die Medaillenränge.

 

Bastel Hedge: Agent Doppelnull

Ein Kuriosität schaffte Bastel Hedge. Sein Score war zweimal eine Null, was ihm von nun an den Status des Doppelnull Agenten im TV einbringt mit der Lizenz zum erneuten Mitspielen. Lothar Kaminski und Susi Egbring nahmen im bequemen Mittelfeld Platz. Das passiert eben wenn man eine Runde mit plus und eine mit minus abschließt. So erging es auch Heiko Hampl, der feststellen musste, dass die alkoholfreie Zeit im neuen Jahr leider keinen positiven Einfluss auf Doppelkopf hat. Charly Gimbel haderte mit seinen angeblich schlechten Karten, was seine Tischnachbarn etwas anders sahen. Der punktgleiche Michael Peters gehört zur Fraktion derer, die ein Spiel auch nochmal gerne nach Beendigung analysieren und erklären. Das brachte seinem Tisch 45 Minuten Verspätung ein. Zum Glück gab es ja noch Pizza, um die Wartezeit sinvoll zu überbrücken. Trost für Michael war sicher, dass er seine Frau Michaela niederhalten konnte, die sich direkt hinter ihm einreihte. Alex Wollenteit debütierte und bot an im Falle einer roten Laterne dem Verein beitreten zu wollen. Mit Platz 16 kam er dem Ziel recht nahe, doch zwei Teilnehmer verwehrten dem TV das neue Mitglied. Kurt Orthwein sah sich dem Satz "erst hatte ich kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu" ausgeliefert. Hardy Geppert, der auf dem Tennisplatz als großer Kämpfer gilt, strich mutlos schon früh die Segel und steuerte sein Schiff zielsicher auf Rang 18.

 

Da diese Zeilen vermuten lassen, dass der Spaß bei diesem Turnier im Vordergrund steht, konnte Hardy den Gram ablegen und schnell wieder lachen zumal es ja auch in 2017 die Möglichkeit geben wird, die Scharte auszuwetzen. Der Pokal wird nächste Woche zur Gravur gebracht und freut sich durch Renate nun endlich etwas an weiblichem Liebreiz gewonnen zu haben.

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Kommentare: 1
  • #1

    Schaer (Donnerstag, 28 Januar 2016 19:34)

    Soeben haben wir in Bayern mit Anita u.Heinz Christoph euren Kommentar gelesen. Wir gratulieren Renate zu ihrem Erfolg.Macht weiter soEs gruessen euch alle Helga u.Reinhard Anita u.Heinz